
Dem Anfang vom
Ende her BEgegnen
Ich bin überzeugt unsere (Geburts-)Kultur wäre eine andere, wenn wir endlich über das Offensichtliche sprechen würden.
Mit jedem neuen Leben
geht auch dessen Tod einher.
Unvermeidbar und Unzertrennlich.
Denn es ist eins.
Warum es mir so wichtig ist über den Tod zu sprechen, wenn wir über Geburt reden?
Nach meiner Ausbildung in der Krankenpflege, wollte ich raus aus dem Krankenhaus, mehr lernen und endlich ganzheitlich arbeiten.
Das Leben führte mich nach Ingolstadt. Dort habe ich als Palliative Care Fachkraft Menschen in einem Hospiz an ihrem Lebensende begleiten dürfen.
Berufsbegleitend habe ich Pflegewissenschaft studiert.
Was ich in dieser Zeit lernen durfte?
Dass jeder Mensch so stirbt, wie er gelebt hat.
Dass sich mit Wissenschaft nicht alles auf dieser Welt erfassen lässt.
Dass gute Begleitung nicht vom Ausbildungsgrad und Alter abhängt, sondern von wahrer Präsenz. Und welche Macht Berührung und Rituale haben.
In meinem Studium habe ich mich vor allem mit den großen Übergängen des Lebens beschäftigt. Wie sie von Betroffenen wahrgenommen werden und wie wir sie besser gestalten können.
Schnell war für mich klar:
Sicherheit und Rituale spielen dabei eine zentrale Rolle.
Doch nicht wie ich sie aus meiner Zeit im Krankenhaus durch Untersuchungen, Überwachung, und Eingriffe kennengelernt habe.
Sondern durch echtes Gesehen werden.
Durch einen Raum, der wahrhaftige Begegnung möglich macht.
Denn alles was du brauchst liegt bereits in dir!

Ich bin Tochter, Ehefrau, Mutter, Schwester und Freundin.
Ich bin Yogalehrerin, Energetikerin und Geburtsbegleiterin mit einem Bachelor in Pflegewissenschaft.
Manchmal bin ich laut und manchmal ziehe ich meine Energie aus der Stille.
Manchmal sitze ich auf meinem Meditationskissen, aber viel öfter finde ich Klarheit auf meinem Rennrad.
Ich liebe es in der Natur zu sein und zwischen Matsch und Blättern die kleinen und großen Wunder der Natur zu entdecken. Und trotzdem habe ich mich mit meiner Familie dazu entschieden in der Stadt zu wohnen. Ich habe riesige Angst vor Hunden und doch haben wir als Familie eine Hundedame aus Rumänien adoptiert.
Ich vereine Gegensätze.
Schon immer.
Das Leben ist nicht schwarz-weiß, sondern bunt und du darfst zu jedem Zeitpunkt entscheiden, was dir entspricht.
Wenn das dein Vibe ist und du auch in keine Schublade passt- dann bleib gerne da für mehr!


Was mich ausmacht:
Meine Geburtsreise
Ich habe das Glück zwei ganz verschiedene Geburten erlebt zu haben.
Die erste Geburt im Krankenhaus.
Schon in der Schwangerschaft habe ich die Verantwortung abgegeben "weil man das halt so macht".
Das brave Mädchen in mir wollte nicht anecken und ich wusste es zu diesem Zeitpunkt einfach auch nicht besser.
Die Geburt war lange, anstrengend und endete mit einer erschöpften Mutter, einer Trennung und dem tiefen Gefühl, dass Geburt mehr ist und ich es eigentlich besser wissen hätte müssen.

In der zweiten Schwangerschaft arbeitete ich intensiv mit mir und meiner Geschichte.
Ich nahm mir das was ich brauchte und lehnte ab, was mir nicht entsprach.
Ich ging von Anfang an in Kontakt mit meinem Baby und baute mir Schritt für Schritt mein ganz eigenes Geburtsteam zuhause auf.
Die Geburt habe ich damals als unspektakulär beschrieben,
was dem Wunder der Geburt natürlich nicht ansatzweise gerecht wird.
Trotzdem verdeutlicht es mir heute was ich damals tief gefühlt habe:
Ich bin eine Frau und habe gerade ein Kind bekommen- einfach weil ich es kann!
Und genau dieses tiefe Wissen wünsche ich jeder Frau!